Entschuldigung, sind Sie Inspiration?

12:27 Esra Inceöz 1 Comments

Ich suchte mich quer durch die Gassen Istanbuls in Kadiköy. Alle Cafés luden förmlich zum sitzen ein aber ich suchte ein bestimmtes. Eins, wo ich Zufriedenheit finde. Ich musste nicht lange suchen bis ich dieses kleine Café entdeckte mit einer kleinen idyllischen Terrasse die fast schon meinen Namen rufte. Jedenfalls zog es mich dorthin. Das schönste an meinem zukünftigen Beruf ist, dass ich verschiedene Geschichten von verschieden Menschen anhören kann. Journalismus bedeutet für mich eine Entdeckung eine Information und vorallem: ich lerne jeden Tag was neues. Also setzte ich mich auf die weiße Veranda, die mit Blumen auf der linken und rechten Seite beschmückt war. Die Stühle waren mit schönem antiken Muster versehen und einem rosa Kissen.

"Ich hätte gerne einen türkischen Mocca".

Eine junge Frau gemeinsam mit einem Herr schauten mich an. Ich resignierte erst jetzt, dass ich der einzige Gast war. 

"Du bist ein sehr positiver Mensch", sagte der Herr und fuhr fort: "ich habe gute Menschenkenntnisse und das habe ich sofort gespürt bei dir."

Die junge Dame und ich kamen nun ins Gespräch. Das Café gehört fast schon den beiden und sie ist Hauptberuflich Lehrerin gewesen. "Was machst du hier?" fragte sie mich und meine Antwort kam prompt: "Ilham ariyorum - Ich suche nach Inspiration".

Und eh ich dieses auch nur Aussprach warf ich einen genaueren Blick in das Café. Ein altes Piano aus dunklem Holz sowieso antike Stühle und Tische zusammengewürfelt die mit den Marilyn Monroe Bildern an der Wand unglaublich schön harmonierten.

"Du darfst nicht so gutmütigsein", sagte der Besitzer im Beisein seiner Frau. Diese Aussage erstaunte mich. Ich hab kein Wort geredet und es schien so, als hätte er Zeilen aus mir entsogen. Die Frau erzählte mir dann, dass das Café eigentlich geschlossen werden soll, weil das Hauptgebäude vom Staat abgekauft wurde. Wahrscheinlich müssten sie es bald räumen. Und so fing eine Diskussion über die türkische Regierung an.

Erdogan, der konservativ-moderne Hitler.

Nungut.

Mein Mokka hatte ein sehr guten Geschmack. Ich trinke meinen Kaffee immer schwarz. Jedenfalls ist mir in dem Moment bewusst geworden das es so viele Menschn auf der Welt gibt. Und so viele Geschichten. So viele Orte. Entdeckungen. Mit diesem Gedanken allein ist es mir egal, ob ich Geldnot habe oder 99 Probleme. Denn in dem Moment ist mir bewusst geworden das reden mit einem Menschen genau das selbe verursacht. Es heilt dich manchmal. 

Letztens erzählte mir mein Schatz, dass er jemanden mit einer krassen Geshichte kennengelernt habe. Und er erzählte mir diese Geschichte. In dem Moment warst du einfach nur Dankbar für dein eigenes Leben, welches auch wenn wir Geldnot haben im Gegensatz zu anderen Menschen ein Luxus ist. Du kannst alles in diesem Leben schaffen wenn du es auch nur willst. Und ich will später eine Journalistin sein. Mein Traumberuf. Ich weiß ich schaffe es.

Sammelt Geschichten das ist das einzige was ich euch anraten kann :).

Ich wünsche euch sonnige Grüße aus Berlin Kreuzberg sitze grad hier mit einem Kaffee bevor ich arbeite. 

1 Kommentar:

  1. Hey Esra kann man auch deinem Blog Folgen ?

    Liebe Grüße
    Esra

    Sweetflower48.blogspot.com

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